MEL. DAS ANDERE LEBEN

 

Dokumentarfilm  /  2017  /  75 Min

 

PREMIERE 2.2.2017  /  KINOSTART 16.6.2017

 

 

INHALT

 

Wie komme ich weg von all dem Mist? Wie überlebe ich den nächsten Tag?

 

Schon als Kleinkind muss Melanie lernen, sich allein durchzubringen. Die Mutter krank und überfordert.

Der Vater abwesend. Sie wird in eine Pflegefamilie gegeben, die einer Sekte angehört. Unter der hartherzigen Erziehung

der Sektierer bricht sie zusammen und flieht zu ihrer Mutter.

 

Doch das Zusammenleben scheitert. Abgeschoben auf ein Internat in den Bergen, will sie nur noch weg.

Weg aus ihrer unglücklichen Kindheit, weg aus diesem Leben der Regeln und Repressionen.

 

Melanie ist vierzehn, als sie im Rotlichtviertel Zürichs landet, in der grössten und härtesten Drogenszene Europas.

Sie rasiert sich die Haare ab, wird zum Punk, nimmt LSD, schlägt sich als Kleindealerin durch.

 

Aus Melanie wird MEL.

 

Sie schläft auf einer Matratze, in einem von Hausbesetzern okkupierten Fabrik-Areal. Hier findet sie Freunde

und so etwas wie ein zu Hause. Ihr Leben im Underground beginnt.

 

Die Geschichte von Mel ist die Geschichte einer Frau, die ein Leben jenseits bürgerlicher Normen führt.

Gleichzeitig ist Mel Zeitzeugin. Eine scharfsinnige Beobachterin, die ihre kaputte Kindheit, die Zeit der Zürcher

Drogen- und Hausbesetzer-Szene, eigene Drogenerfahrungen, Experimente als Nackt-Modell, Lebensstationen

in Amsterdam und Barcelona schildert.

 

Mit Offenheit und Ironie spricht Mel über Sexualität aber auch über männliche Gewalt, die sie nur knapp überlebt.

Schliesslich findet sie durch Bondage zu sich selbst. Die Fesselung wird für Mel zum einem Akt der Selbstbestimmung,

 zur Form persönlicher Selbstverwirklichung.

 

Immer noch führt Mel ein Leben, das entfernt ist von gesellschaftlicher Normalität. Und obwohl sie zu einer erfolgreichen,

selbstbewussten Frau gereift ist, muss sie weiterhin kämpfen. Gegen Vorurteile, gegen frauenfeindliche,

männliche Unterdrückung, gegen ihre eigenen Dämonen.

 

DRIFTED

 

Spielfilm  /   90 Min

 

PREMIERE ANFANG 2018

 

 

INHALT

 

Aaron ist ein intelligenter, junger Mann mit einem guten Job, der eigentlich

auf der Sonnenseite des Lebens stehen sollte. Er ist jedoch überfordert und erschöpft von seinem Dasein. Sein Job als Web-Designer, als Manipulator

von Menschen ekelt ihn.

 

Er leidet an Licht, an den Farben und dem Lärm der Stadt, an einer selbst-

zerstörerischen, gewalttätigen Welt, die er nicht mehr ertragen kann. Halt- und orientierungslos, unfähig zu Nähe, beängstigt von Berührungen, betäubt er

sich mit virtuellem Sex und Drogen.

 

Aaron schmeisst seinen Job und begibt sich auf einen bizarren Trip. Es ist

ein Tag, während dem er die Kontrolle verliert und sein Leben auf eine abwärts führende Spirale gerät.

 

Ziellos irrt er durch den Tag, irrt durch eine moderne, kühle Stadtlandschaft.

 

Bei seinem Streifzug triff er auf Menschen, die er nicht versteht, die im Angst machen, deren Verhalten er nicht deuten kann.

 

Nur Lara, eine Kollegin aus der Web-Agentur, nimmt Notiz von seiner Situation.

Sie spürt wie es um ihn steht, sie sucht ihn, will ihm helfen.

 

Als sie ihn endlich in der Nacht findet, scheint sich Aarons Situation für einen Moment zum Guten zu wenden. Jedoch ist der Moment ihres Glücks fragil und mündet in einem Akt der Selbstzerstörung.

 

 

Im Film wird das Krankheitsbild der Hypersensibilität nicht unmittelbar angesprochen. So ist die Krankheit auch Metapher für die Befindlichkeit vieler junger Menschen.

 

Hypersensibilität ist eine psychische Erkrankung, die bei jungen Menschen

der westlichen Zivilisation immer häufiger diagnostiziert wird. Erfrorscht und beschrieben wurde das Phänomen der „Highly Sensitive Person“ von der amerikanischen Psychologin Elaine Aron.